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Warum deine Haut austrocknet und was du dagegen tun kannst.

Viel Wasser = viel Feuchtigkeit. Denkt man sich, aber ist das so? 
  
Gerade im Winter ist es häufig regnerisch oder es schneit. Trotzdem hat man oft juckende Haut. Was sind die Ursachen für trockene Haut, wenn man doch eigentlich von Wasser umgeben ist? 
  
Tatsächlich ist Wasser kontraproduktiv was den Feuchtigkeitshaushalt der Haut angeht. Es führt sogar eher zu einem Mangel an Feuchtigkeit! Doch dazu gleich mehr. 
  
Wir erklären dir hier kurz, wann Wasser für die Haut schädlich sein kann, warum du auch bei normaler oder fettiger Haut ein Gefühl der Trockenheit verspürst und was du gegen trockene Haut generell machen kannst. 
  
In unserem letzten Artikel haben wir dir beschrieben, wie du mit einer einfachen Hautanalyse deinen Hauttypen bestimmen kannst. Einer dieser Hauttypen war trockene Haut (oder sensible Haut). Wir haben dir auch aufgezeigt, was du dagegen tun kannst. Nämlich die richtige Pflege für trockene Haut verwenden – ganz einfach, ohne Hokuspokus. 
  
Jetzt hast du vielleicht rausgefunden, dass du gar keine sensible Haut hast. Dennoch hast du manchmal trockene Haut – ist das möglich? 
  
Ja, na klar! Trockene Haut im Winter hat nichts mit dem Hauttypen zu tun. 

Nur weil dein Auto einen größeren Tank als andere hat, brauchst du trotzdem Benzin um zu fahren. Richtig? 
  
Also lass uns jetzt nochmal in das Thema einsteigen. 
  
Ausgetrocknete Haut ist der Grund, warum die Haut spannt und sich spröde anfühlt. Du hast normale oder Mischhaut? Dann kennst du bestimmt das Gefühl, wenn du aus der Dusche steigst. Nach kurzer Zeit fühlt es sich an, als würde jemand von hinten an deiner Gesichtshaut ziehen. 
  
Nicht nur das: bei besonders trockener Haut bilden sich sichtbare Hautschuppen, die Haut wirkt müde und fahl. 
  
Das wünscht sich keiner. Woran das liegt? 
  
Verantwortlich dafür ist ein Mangel an Feuchtigkeit – wer hätte das gedacht! 
  
Der Effekt ist in etwa so, als ob jemand aus einem Ballon die ganze Luft entweichen lässt. 
  
Jetzt stellt euch eure Haut als einen Ballon vor und der Knoten ist die Hautbarriere. Die Hautbarriere besteht aus einer Hornschicht, die durch Hornfette zusammengehalten wird. Häufig wird die Hautbarriere im Aufbau mit einer Ziegelsteinmauer verglichen. Hornschicht = Ziegelstein, Hornfett = Mörtel. Verstanden? 
  
Je dichter dieser Verbund aus Hornschicht und –fett ist, desto gesünder und widerstandsfähiger ist die Haut. 
  
Verliert die Haut das Hornfett, beginnt die Hautbarriere zu bröckeln. Sie wird durchlässig. Die Haut trocknet aus und reagiert gereizt und empfindlich. Bei sensibler und trockener Haut wird nicht ausreichend Fett gebildet, das an die äußere Hautschicht getragen werden kann. Das führt zu permanentem Stress-Gefühl. 
  
Jetzt kann das Ganze noch extremer werden durch äußere Einflüsse. 
  
Bei Temperaturschwankungen, extremer Kälte oder Hitze gibt die Haut vermehrt Feuchtigkeit ab. Geringe Luftfeuchtigkeit führt dazu, dass die Haut schneller austrocknet. Hitze führt dazu, dass die Haut mehr schwitzt und dadurch Feuchtigkeit abgibt. Bei Kälte verengen sich die Blutgefäße und es werden weniger Nährstoffe in die Haut transportiert. Die Schutzfunktion der Haut wird somit weiter gemindert. 
  
Wie war das nochmal nach dem Duschen? 
  
Wasser kann die Haut austrocknen indem sie Fette entfernt und der Haut Feuchtigkeit entzieht. Besonders aggressive Duschgels und Shampoos, die für hartnäckigere Fälle als die Haut konzipiert sind, enthalten Tenside, die der Gesichtshaut mehr Fett entziehen als notwendig. Wie wir oben gelernt haben ist Fett innerhalb der Haut aber notwendig, um die Feuchtigkeit zu halten und die Hautbarriere zu verstärken. Dasselbe gilt übrigens für die Verwendung von Handseife. 
  
Je reifer die Haut wird, desto weniger ist sie in der Lage, hauteigene Fette zu produzieren. Das wiederum führt dazu, dass die Haut im Alter austrocknet und ihr daher stärker als früher Feuchtigkeit entzogen wird. Das führt zu tieferen Furchen und Fältchen. 
  
Es ist keine Überraschung, dass mit fortschreitendem Alter die Hautpflege deutlich reichhaltiger wird. Hier spricht man übrigens von Cremes für Herren, nicht mehr von Lotionen. Den Unterschied erläutern wir mal in einem separaten Blogeintrag. 
  
Je trockener die Haut, desto gefährlicher wird es: Weniger Feuchtigkeit führt dazu, dass die Schutzbarriere der Haut nachlässt. Das bedeutet auch, dass Schadstoffe so einfacher in die Haut eindringen können.
  
Die Haut wird folglich empfindlicher, reagiert gereizt und gerötet. Das Risiko für Irritationen und Entzündungen steigt. 
  
Durch diesen zusätzlichen Stress benötigt die Haut mehr Zeit, um sich zu erholen und zu regenerieren. 
  
Und, du errätst es: Das wiederum führt dazu, dass die Haut anfälliger für Schadstoffe wird. 
  
Es ist ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt. 
  
Was ist denn nun die richtige Pflege für trockene Haut? Was sind Pflegetipps, die für jeden Hauttyp gleich gelten, Männer wie Frauen? 
  
Pflegetipp für den Schutz von innen:

    • Feuchtigkeit, die von innen an die oberste Schicht weitergegeben wird, kann das Austrocknen verhindern. Es ist daher essentiell ausreichend zu trinken. Besonders beim Sport sollte man auf ausreichend Wasser achten, um das Schwitzen auszugleichen.

      Pflegetipp für den Schutz von außen:

        • Versorg deine Haut mit ausreichend Feuchtigkeit. Klingt banal, ist aber so. Verwende dafür feuchtigkeitsspendende Gesichtspflege.
        • Achte auf deinen Hauttypen. Je trockener der Hauttyp, desto mehr Fette sollte eure Gesichtspflege enthalten – sie sollte also reichhaltiger sein.
        • Schütze deine Haut in der Natur. Bei Regen, Wind und Sonne solltest du darauf achten, dass die Haut geschützt bleibt. Sei es durch Mützen, Schals, Tücher, Handschuhe... je mehr Schutz, desto besser fühlt sich deine Haut an.
        • Vermeide übermäßiges Reinigen. Es ist nicht notwendig, täglich Duschgel auf dem gesamten Körper oder gar dem Gesicht zu verwenden. Häufig reichen die Intimzonen völlig aus.
        • Vermeide übermäßiges Reinigen des Gesichts. Verwende milde Gesichtsreiniger um der Haut nicht unnötig Fette zu entziehen. Verwende ein Peeling nicht häufiger als zwei Mal die Woche. Trockene Haut sollte Peelings gegebenenfalls sogar komplett vermeiden.
        • Vermeide Rauchen und Alkohol. Das ist recht einfach. Rauchen enthält Giftstoffe, die die Haut angreifen. Alkohol führt zu verstärktem Schwitzen beim Abbau. (Das gilt allerdings nicht unbedingt für Alkohol in Reinigungsprodukten wie Gesichtswasser oder –gels. Doch hierzu mal ein anderer Artikel.)

        Probiert es selbst aus, wenn du das Gefühl hast, deine Haut fühlt sich in letzter Zeit zu trocken an.